Klima und Gesundheit im Wandel

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend auch die Gesundheit. Veränderte Luftqualität, längere Allergiesaisons und verlängerte Zeckensaisons stellen den Körper vor zusätzliche Herausforderungen. Apotheken können mit Beratung, Prävention und natürlichen Mitteln wichtige Unterstützung bieten.

Längst ist der Klimawandel nicht mehr nur ein Umwelt- oder Wetterthema – seine direkten Auswirkungen auf die Gesundheit sind spürbar. Veränderte Wetterlagen oder eine zunehmende Luftverschmutzung beeinträchtigen das Wohlbefinden und erhöhen Risiken für Krankheiten.

Höhere Temperaturen begünstigen die Bildung von bodennahem Ozon und verlängern die Pollen- und Zeckensaison. Für Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis kann dies zu Beschwerden führen. Auch Allergien treten oft früher im Jahr auf und dauern länger an. Apotheken sind als kompetente Beratungsstelle gefragt, wenn es um Allergiemittel, Atemwegspflege oder unterstützende Heilpflanzen geht.

Belastung für Herz und Kreislauf

Klimatische Veränderungen können das Herz-Kreislauf-System belasten. Schwankende Temperaturen, extreme Wetterereignisse oder anhaltende Wärmeperioden stellen den Organismus vor zusätzliche Anpassungsleistungen. Gerade Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen reagieren sensibel auf solche Veränderungen.

Eine gute Selbstbeobachtung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmässige Kontrolle von Blutdruck oder Medikation sind daher besonders wichtig. Apotheken spielen hier eine wichtige Rolle, etwa durch Blutdruckmessungen, Beratung zu Medikamenten oder Hinweise zu einem angepassten Verhalten im Alltag.

Auch infektiöse Krankheiten verändern sich durch den Klimawandel. Wärmere Temperaturen und mildere Winter begünstigen die Ausbreitung bestimmter Insekten und Zeckenarten. Damit steigt auch das Risiko von durch Insekten übertragenen Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Herbstmonate bieten einen idealen Zeitpunkt für die Zeckenimpfung: Wer sich jetzt impfen lässt, ist bis zum Beginn der nächsten Zeckensaison im Frühling optimal geschützt.

Natürliche Unterstützung aus der Apotheke

Auch pflanzliche Mittel aus der Apotheke können unterstützend eingenommen werden. Thymian oder Eibisch helfen, gereizte Atemwege zu beruhigen, während Salbei oder Spitzwegerich traditionell bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt werden. Adaptogene Pflanzen wie Ginseng oder Rosenwurz können zudem helfen, den Körper bei Stress und wechselnden Umweltbedingungen zu unterstützen.

Ebenso wichtig sind einfache Alltagsstrategien. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst sowie genügend Schlaf stärken das Immunsystem.

Im Herbst lohnt es sich zudem, den Körper gezielt auf die kommende Wintersaison vorzubereiten – etwa durch einen Vitamin-D-Check. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.

Besonders gefährdet sind: Ältere Menschen

Seniorinnen und Senioren reagieren oft empfindlicher auf klimabedingte Belastungen. Mit zunehmendem Alter lässt die Fähigkeit des Körpers nach, sich rasch an Temperaturschwankungen oder veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Gleichzeitig bestehen häufiger chronische Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Eine regelmässige Medikamentenkontrolle, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine angepasste Tagesplanung können helfen, Belastungen zu reduzieren.