Kurzatmigkeit bei Belastung

Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung kann insbesondere durch einen Bronchospasmus verursacht werden. Dabei zieht sich die Muskulatur der Bronchien krampfartig zusammen und die Atemwege verengen sich. Dieses Krankheitsbild ist typisch für Asthma, einen belastungsinduzierten Bronchospasmus oder obstruktive Atemwegserkrankungen. Die Symptome treten häufig während oder kurz nach der körperlichen Aktivität auf. Sie sind meist vorübergehend, können aber für Betroffene als sehr belastend empfunden werden.

Typische Symptome

  • Atemnot oder Kurzatmigkeit bei Anstrengung
  • Pfeifende Atmung
  • Husten, vor allem während oder nach der körperlichen Aktivität
  • Verlängerte Ausatmung
  • Rasche Besserung nach Inhalation eines Bronchodilatators

Behandlungsoptionen

Wenn bei Anstrengung plötzlich Atembeschwerden auftreten, kann die Apotheke eine erste Anlaufstelle sein – sofern Sie solche Beschwerden bereits kennen und diese sich nicht verschlimmern. Nach einem Gespräch zur Beurteilung der Symptome und ihres Wiederauftretens kann die Apotheke Ihnen bei Bedarf ein bronchienerweiterndes Spray abgeben, das die Atemwege rasch entspannt und die Atmung erleichtert. Zu den entsprechenden Wirkstoffen gehören insbesondere:

  • Salbutamol
  • Terbutalin

Diese Wirkstoffe bewirken eine rasche Entspannung der Bronchialmuskulatur sowie eine Erweiterung der Atemwege und verbessern die Atmung in der Regel innerhalb weniger Minuten. Die Anwendung sollte auf anstrengungsbedingte Beschwerden beschränkt werden und ist nicht für den regelmässigen Gebrauch vorgesehen.

Die Betreuung in der Apotheke umfasst:

  • gezielte Fragen zu Auslösern, Verlauf und möglichen Vorerkrankungen
  • die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit eines Bronchospasmus
  • die Erklärung der korrekten Inhalationstechnik
  • eine Beratung zu vorbeugenden Massnahmen, wie z.B. Aufwärmen vor der körperlichen Anstrengung oder das Meiden bekannter Auslöser
  • Der Einsatz von Bronchodilatatoren sollte auf die Akutanwendung beschränkt werden (nicht als Basistherapie bei Asthma empfohlen)

Wann zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist unerlässlich, wenn:

  • Erstmals Kurzatmigkeit auftritt
  • Nach Inhalation keine rasche Besserung eintritt
  • Sich die Symptome verschlimmern oder häufiger werden
  • Atemnot auch in Ruhe oder in der Nacht auftritt
  • Neue Symptome wie Brustschmerzen, Fieber oder verminderte Leistungsfähigkeit auftreten

Der Arzt bzw. die Ärztin kann die Grunderkrankung (z.B. Asthma) durch Lungenfunktionstests, weiterführende Untersuchungen und einen langfristigen Therapieplan bestätigen und behandeln.

Ergänzende Massnahmen

  • Korrekte und regelmässige Anwendung des Inhalators
  • Vermeidung bekannter Auslöser (kalte Luft, Rauch, Allergene)
  • Angepasstes körperliches Training
  • Atemtechniken, die die Ausatmung verlängern
  • Rauchstopp für Raucherinnen und Raucher
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