
Die komplementärmedizinische Behandlungsmethode Osteopathie behandelt den Körper als Einheit und behandelt Störungen im Bewegungsapparat, in den Organen und im Nervensystem mit manuellen Impulsen. Ziel der Behandlung ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen, die natürliche Körperfunktion zu fördern und generell die Lebenssituation zu verbessern.
Bei der Osteopathie handelt es sich um eine komplementärmedizinische Behandlungsmethode, die 1891 von einem amerikanischen Arzt entwickelt wurde. «Osteopathie versteht Gesundheit als Gleichgewicht des Bewegungsapparates, des Organ- und des Nervensystems», sagt Karin Huber, Vizepräsidentin des Schweizerischen Osteopathieverbands. «Dabei steht die Patientin oder der Patient und nicht das Leiden im Vordergrund. Es ist eine ganzheitliche Methode, die die Selbstregulation des Körpers an – regt und sich auf die Körperstrukturen fokussiert», ergänzt sie. Ob bei Migräne, Rückenbeschwerden, Schwindel, Atemwegsbeschwerden oder während der Schwangerschaft – Osteopathie kann in vielen Situationen unterstützend wirken. «Sie eignet sich für Menschen jeden Alters. Wir können zwar einen Tumor oder einen Bandscheibenvorfall nicht verschwinden lassen, aber die Lebensqualität verbessern», sagt die Fachfrau. Osteopathinnen und Osteopathen arbeiten mit den Händen, tasten nach Spannungs- und Druckunterschieden in Gewebe-schichten und setzen manuelle Impulse.
Die Behandlungsmethode wird von der Zusatzversicherung übernommen. Von der Physiotherapie abgrenzen lässt sie sich durch die Ausbildung und die Zuweisungsmethode: Osteopathinnen und Osteopathen müssen einen Master absolvieren, in der Physiotherapie reicht der Bachelor. «Zudem sind Osteopathinnen und Osteopathen Erstversorger – man kann uns ohne ärztliche Zuweisung aufsuchen, im Unterschied zur Physiotherapie», sagt sie. Im Bereich der Wirksamkeitsstudien stecke die Osteopathie noch in den Kinderschuhen. «Wir haben aber einige Studien, die unterstreichen, dass Osteopathie normalerweise keine Nebenwirkungen mit sich bringt», so Karin Huber.
Wer etwas gegen Beschwerden am Bewegungsapparat wie beispielsweise am Rücken, den Gelenken, den Muskeln oder Sehnen sucht, wird in der Apotheke fündig. Sie führt im Sortiment Entzündungs- und Schmerzhemmer, muskel-entspannende Präparate, Wärmesalben und -pflaster, kühlende Gels sowie Kühlpads, Kompressen, Bandagen, Tapes, Badezusätze oder pflanzliche Mittel, die beispiels-weise auf Arnika, Wallwurz oder Ringelblume basieren. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Kollagen, Magnesium, Calcium oder Vitamin D sind erhältlich. Lassen Sie sich vom Fachpersonal beraten.