Fit und entspannt – Garten sei Dank

Gartenarbeit ist, wie der Name sagt, Arbeit. Doch sie ist auch wohltuend für Körper und Geist, sorgt für Glücksmomente und hat vielfältige positive Auswirkungen auf den ganzen Körper. Vorausgesetzt, die Arbeit wird mit Rücksicht auf die Gesundheit ausgeführt.

Im Garten zu arbeiten, hacken, graben, jäten, pflanzen und in der Erde zu wühlen, ist ein effektives Workout für den ganzen Körper. Gartenarbeit regt den Blutkreislauf an und ist mit einem moderaten Herz-Kreislauf-Training vergleichbar. Die verschiedenen Aktivitäten, wie Laub rechen, Töpfe heben, mit der Schubkarre Erde verschieben, fördern den Muskelaufbau und stärken die Rückenmuskulatur. Zudem hilft der Aufenthalt in der Natur und an der frischen Luft, fit und beweglich zu bleiben.

„Gartenarbeit regt den Blutkreislauf an“

Gärtnern kann ausserdem glücklich machen. Die körperliche Aktivität und der Aufenthalt im Garten fördern die Ausschüttung von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Das Grün, die natürlichen Düfte und Geräusche wirken beruhigend und können zur Senkung des Blutdrucks und zur Linderung von Schmerzen beitragen. Die Einwirkung des Sonnenlichts unterstützt die Bildung des lebens­wichtigen Vitamin D und stärkt das Immunsystem. Sonnenlicht stellt auch die innere Uhr ein und sorgt zusammen mit der aktiven Tätigkeit in der Natur für einen besseren Schlafrhythmus.

Auf die Haltung kommt es an

Die Arbeit mit Werkzeugen und schweren Materialien kann ihre positiven Effekte nur erzielen, wenn auf eine schonende Arbeitsweise geachtet wird. Statt sich beim Jäten zu bücken, sollte man besser in die Hocke gehen oder Kniepolster verwenden. Es ist auch wichtig, die Position regelmässig zu verändern und Pausen einzulegen. Beim Heben von schweren Gegenständen muss die Kraft aus den Beinen und nicht aus dem Rücken kommen. Die Arme sollten nah am Körper sein und ruckartige Bewegungen sind zu vermeiden. Am besten benutzt man Hilfsmittel wie Karren oder Rollwagen, um die Belastung möglichst tief zu halten. Das richtige Werkzeug hilft ebenso, das Gärtnern zum Vergnügen zu machen. Mit stabilen und ergonomisch optimierten Werkzeugen aus leichten Materialien mit Teleskopstielen und rutschfesten Griffen wird die Gartenarbeit effizient und gelenkschonend.

Der Garten bietet noch mehr

Nebst gesundheitsfördernden und wohltuenden Effekten für Körper und Geist liefert ein Garten auch gesundes Gemüse und Obst, vorzugsweise völlig giftfrei angebaut. Es gibt ein gutes Gefühl, die Früchte der Arbeit geniessen zu können. Ein natürlich bewirtschafteter Garten bietet zudem Insekten und Vögeln einen geschützten Lebensraum. Auch ein Balkongarten kann Balsam für die Seele sein, die Trainingseffekte auf den Körper sind aber geringer. Vielleicht kann man auch gemeinsam mit anderen ein Stück Land beackern. Gemeinschaftsgärtnern und Urban Gardening, das Bewirtschaften von Flächen mitten im städtischen Gebiet, bieten Möglichkeiten, Gartenarbeit zu geniessen und gleichzeitig neue Menschen kennenzulernen.

 

TIPPS aus Ihrer Apotheke

  • Sonnencremes schützen vor starker Sonnenstrahlung. Eine Kopfbedeckung ist ebenfalls sinnvoll.
  • Salben für die Pflege der Muskeln vor und nach der Gartenarbeit erhöhen das Wohlbefinden.
  • Desinfektionsmittel, Pflaster und Bandagen helfen bei allfälligen Verletzungen.
  • Insekten- und Zeckenschutzmittel halten die lästigen und mitunter auch gefährlichen Störenfriede fern.

Hinweise

  • Bei Verletzungen ist es ratsam, das Datum der letzten Tetanus-Impfung zu überprüfen.
  • Gewisse Pflanzensäfte können zusammen mit Sonnenlicht
  • zu entzündlichen Reaktionen führen. Handschuhe und langärmlige Kleidung können dem vorbeugen.

Autor: Kurt Meyer