Coronavirus: Impfung ist ab Juli nicht mehr gratis

Wer sich zukünftig gegen das Coronavirus impfen lassen will, muss zahlen. Ausnahmen gelten für Menschen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige.

Die Impfung gegen Covid-19 ist ab 1. Juli nicht mehr gratis. Neu übernimmt die Krankenkasse die Impfkosten für Menschen, denen die Spritze empfohlen wird. Derzeit sind das Personen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte.

Allerdings gelten dabei Selbstbehalt und Franchise, wie es im Communiqué vom Dienstag hiess. Für die Covid-19-Impfung werden nun die regulären Vergütungsstrukturen angewendet. Auch werden die Impfstoffe ab dem 1. Juli nicht mehr zentral eingekauft, sondern über die üblichen Vertriebskanäle beschafft.

Entscheid zu Impfung gegen Coronavirus fiel im November

Noch bis Ende Juni ist die Impfung gegen Corona gratis. Die Kosten werden vom Bund, den Kantonen und der Grundversicherung getragen. Der Bundesrat hatte noch im vergangenen November entschieden, den Zugang zu der Impfung bis Mitte 2024 niederschwellig zu halten.

Weitere Neuerungen in der Krankenpflege-Leistungsverordnung treten per 1. Juli in Kraft. Unter anderem werden Neugeborene neu auf Spinale Muskelatrophie (SMA) untersucht. Werde diese seltene und schwere Erbkrankheit früh diagnostiziert und behandelt, verspreche das bessere Ergebnisse, schreibt das Bundesamt für Gesundheit dazu.